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Studentinnen

Bild: © contrastwerkstatt/Fotolia.com

Bosch-Besuch für Studentinnen der MINT-Fächer

Bei einer Unternehmensführung lernten KIT-Studentinnen Studien- und Berufswege von Projekt- und Gruppenleiterinnen kennen

Kraftfahrzeuge müssen regelmäßig mit Ersatzteilen versorgt werden, etwa mit neuen Zündkerzen, Wischblättern, Batterien oder Antriebsriemen. Für die Bereitstellung, Logistik und den Verkauf dieser Ersatzteile in über 140 Ländern weltweit ist der Geschäftsbereich "Automotive Aftermarkets" bei Bosch am Standort Karlsruhe zuständig. Unter anderem verantwortet der Bereich auch den weltweiten technischen Kundendienst für Kfz-Erzeugnisse und-Systeme von Bosch.

Über ihren Werdegang und ihre aktuelle berufliche Position referierten die Bosch-Projektleiterinnen Dr. Lena Wagner, Ines Hambach und Paula Winterstein bei einer Unternehmensbesichtigung für Studentinnen der MINT-Fächer am Standort Karlsruhe am Freitag, 24. Oktober 2014. MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik.

 

"Positive Erfahrungen im Arbeitsumfeld"

Die Wirtschaftsingenieurin Ines Hambach arbeitet im Zentralbereich Fertigungskoordination und Bosch Produktionssystem im Ersatzteilegeschäft in Karlsruhe. Wirtschaftsingenieurwesen studierte sie am Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Seit 2003 ist Hambach als Projektleiterin in unterschiedlichen Funktionen für Bosch zuständig, unter anderem war sie bereits für die Integration zugekaufter Firmen und den Bau einer neuen Fabrik in China unterwegs. Aktuell verantwortet die Ingenieurin Projekte in den Bereichen Fertigungsoptimierung und Fertigungsstandards für den Geschäftsbereich Automotive Aftermarket. „Ich habe sehr positive Erfahrungen als Frau in einem von Männern dominierten Arbeitsumfeld gemacht, insbesondere auch als neue Projektleiterin unter Kollegen, die mehr Berufserfahrung hatten als ich“, so Hambach. Insbesondere beim Einstieg seien allerdings ein gefestigtes Auftreten, gute kommunikative Fähigkeiten und Durchhaltevermögen hilfreich.

 

"Authentizität besonders im Job wichtig"

Wichtig sei es, sich nicht zu verstellen, sondern authentisch zu bleiben und zu seinen Stärken und im Studium erworbenen Fähigkeiten zu stehen, dies betonte neben Ines Hambach auch die Ingenieurin Dr. Lena Wagner. Sie arbeitet als Technologiekoordinatorin und Projektleiterin im Sondermaschinenbau bei Bosch Electrical Drives in Bühl. Wagner absolvierte ihr Vordiplom in Maschinenbau am KIT und studierte im Hauptstudium Technologiemanagement an der Universität Stuttgart. Zudem promovierte sie als Stipendiatin an der Graduate School of Excellence advanced Manufacturing Engineering (GSaME) am Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO).

 

Gutes Netzwerk für die Kinderbetreuung

Paula Winterstein hat Wirtschaftsingenieurwesen am KIT studiert. Seit 2000 arbeitet sie in verschiedenen Funktionen in der Entwicklung, Projektleitung und im Produktmanagement bei Bosch. Derzeit ist die Mutter von zwei Kindern als Gruppenleiterin für die Entwicklung von Frontwischerantrieben zuständig. Die gebürtige Portugiesin hatte sich schon während des Studiums dafür entschieden, Kinder zu bekommen. „Dies ist als Modell natürlich nur dann zu empfehlen, wenn die nötige Unterstützung und ein gutes Betreuungsnetzwerk da sind“, so Winterstein. Letzteres war für die Ingenieurin auch im Beruf besonders wichtig, da ihr Job zeitweise häufige Reisen ins Ausland erforderte.

 

Bei einem anschließenden Get-together tauschten sich die Studentinnen mit den Referentinnen über Erfahrungen im Studium und beim Berufseinstieg aus. Eine Besichtigung des Hochregallagers rundete die Veranstaltung ab.

 

Über die Veranstaltung

Die Werkbesichtigung ist Teil der Veranstaltungsreihe "MINT-Berufswelten", die das MINT-Kolleg für Studentinnen der natur- und ingenieurwissenschaftlichen Fächer am KIT anbietet.

 

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