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Studentinnen

Bild: contrastwerkstatt/fotolia.de

Werkbesuch bei Daimler in Wörth

Studentinnen der MINT-Fächer informierten sich bei der Besichtigung über Ziele und Aufgaben des Lieferantenmanagements

Die Aufgaben des Lieferantenmanagements standen im Mittelpunkt einer vom MINT-Kolleg am KIT organisierten Besichtigung im Daimler-Werk Wörth, an der Studentinnen der MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) teilgenommen haben.

Bei einer Führung durch das weltweit größte Lastwagenmontagewerk lernten die Teilnehmerinnen zunächst den Fertigungs- und Montageprozess eines Lastwagens vom Rohbau über die Lackierung und den Innenausbau bis zur Aufbaumontage kennen. Im Anschluss an die Führung stellte die Ingenieurin Panagiota Katsiana in einem Kurzvortrag ihre Tätigkeit im Lieferantenmanagement sowie ihren Werdegang vor. Die gebürtige Griechin und Mutter zweier Kinder studierte Maschinenbau an der ehemaligen Universität Karlsruhe (TH), heute KIT.

 

Optimierung von Methoden und Prozessen

"Die gute Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten weltweit steht im Mittelpunkt unserer Tätigkeit. Im Team optimiere ich daher Methoden und Prozesse, durch die wir die Qualität und die Verfügbarkeit von Zulieferteilen für die LKW-Montage in Wörth sicherstellen können“, so Katsiana. Denn Kernaufgabe des Lieferantenmanagements ist es, die Beziehung eines Unternehmens zu seinen Lieferanten systematisch zu steuern und zu entwickeln, um einen reibungslosen Ablauf in der Produktionsversorgung eines Betriebs zu garantieren. Das Lieferantenmanagement ist daher ein Prozess, der verschiedene Aufgaben von der Lieferantenidentifikation, also der Auswahl geeigneter Zulieferer, bis zu deren anschließenden Analyse und Bewertung umfasst. So entwickelt Katsiana in ihrer Arbeitsgruppe im Daimler-Werk Methoden und Standards, welche die Zusammenarbeit mit den Lieferanten unterstützen. Die Ingenieurin sorgt beispielsweise dafür, die Produktion im Betrieb mit Kaufteilen so abzusichern, dass der Produktionsfluss nicht unterbrochen wird. Eine weitere Aufgabe besteht darin, beschädigte Lieferteile zu analysieren und auf dieser Basis gezielte, nachhaltige Maßnahmen zu entwickeln, um künftige Fehler bei der Lieferung und damit Produktionsengpässe zu vermeiden.

 

"Die Persönlichkeit ist wichtig"
Während ihres Studiums habe sie versucht, möglichst viele praktische Erfahrungen zu sammeln, um ihre fachlichen Stärken kennenzulernen, sagt Katsiana. Zwar sei es wichtig, als Ingenieurin im Berufsleben grundlegende Fähigkeiten und Kenntnisse in Technik und Naturwissenschaften zu haben, um beispielsweise technische Zeichnungen verstehen oder Messanalysen vornehmen zu können. Vor allem aber, so Katsiana, sei die Persönlichkeit wichtig: „Es ist bedeutsam, sich während des Studiums Zeit zu nehmen, um eigene Stärken und Fähigkeiten herauszufinden, etwa durch Praktika und Auslandserfahrung oder durch die Vertiefung von Schwerpunkten und Spezialgebieten in wissenschaftlichen Arbeiten.“
 

Über die Veranstaltung
Die Werkbesichtigung ist Teil der Veranstaltungsreihe „MINT-Berufswelten“, welche das MINT-Kolleg Baden-Württemberg einmal im Semester für Studentinnen der MINT-Fächer anbietet.