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Kaminabend

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Kaminabend für MINT-Studentinnen

Referentinnen aus Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft berichteten bei der Veranstaltung des MINT-Kollegs über ihre Erfahrungen im Studium und beim Berufseinstieg

Drei Studien- und Karrierewege von Wissenschaftlerinnen und Ingenieurinnen aus dem MINT-Bereich standen im Mittelpunkt des Kaminabends für MINT-Studentinnen am Freitag, 30. Januar 2015. MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik.

 

  • Professorin Dr. Anke-Susanne Müller: "Kein Königsweg für den Lebenslauf":

Über ihr Physikstudium, ihre Erfahrungen als Doktorandin am CERN und ihre aktuelle Leitungsfunktion berichtete zunächst Professorin Dr. Anke-Susanne Müller, Geschäftsführende Direktorin Synchrotronstrahlungsquelle ANKA und Leiterin des Instituts für Photonenforschung und Synchrotronstrahlung (IPS) am KIT. Im Studium, beim Berufseinstieg und für den Lebenslauf allgemein gebe es keinen „Königsweg“, betonte Müller. Wichtig sei daher, bei der Planung auf die eigenen Bedürfnisse und Vorstellungen zu hören: So sei es für manche Studierenden bedeutsam, ihr Studium möglichst rasch zu beenden und früh in den Beruf einzusteigen, für andere jedoch genauso legitim, auch außerhalb des Studiums verschiedene Erfahrungen zu sammeln, etwa durch Nebenjobs, Praktika und Auslandsaufenthalte, und dadurch längere Studienzeiten einzuplanen.

 

  • Anne Erdl: "Probleme rasch ansprechen, lösungsorientiert arbeiten"

Einen Auslandsaufenthalt oder ein zusätzliches Praktikum als persönliche Bereicherung, nicht aber aus einem „gefühlten inneren Zwang“ heraus zur „Perfektionierung des Lebenslaufs“ zu absolvieren, hielt auch die Referentin Anne Erdl für wichtig, die als Projektleiterin in einem Mannheimer Unternehmen tätig ist. Nach ihrem Architekturstudium absolvierte Erdl einen Master in Facility Management, ein Bereich, der alle Prozesse zur technischen, infrastrukturellen wie wirtschaftlichen Verwaltung und Bewirtschaftung von Gebäuden, Einrichtungen und Anlagen umfasst. Aktuell ist Erdl für die Koordination von Neu- und Umbauten sowie technische und infrastrukturelle Gebäudeoptimierungen zuständig.  „In meinem Job ist für mich vor allem bedeutsam, auftretende Probleme direkt anzusprechen und zu klären und rasch neue Lösungswege zu entwickeln“, so Erdl.

 

  • Ann-Kathrin Wimmer: "Die eigene Leistung nicht unter Wert verkaufen":

Viele mögliche Berufswege habe sie bereits im Studium durch diverse Praktika erkundet, erzählte Ann-Kathrin Wimmer. Früh sei der Wirtschaftsingenieurin allerdings klar gewesen, dass sie eine leitende Position in der Forschung und Entwicklung besonders reizt. Wimmer promoviert derzeit am Fraunhofer-Institut für Chemische Technologie (ICT) über umweltgerechte Produktentwicklung. „Man muss im Berufsleben lernen, sich in Bezug auf die eigene Leistung nicht unter Wert zu verkaufen und Mut haben, auf einer fairen Basis zu verhandeln“, so Wimmer. Auch sei es wichtig, zielorientiert zu sein, ab und an „ins kalte Wasser“ zu springen und Netzwerke zu nutzen.

 

  • Austausch und Diskussion

Im Anschluss an die Impulsvorträge entstand in einer moderierten Gesprächsrunde ein reger Austausch zwischen den Studentinnen und den Referentinnen. Insbesondere fokussierte die Diskussion die Themen Selbstbehauptung, selbstsicheres Auftreten und Kommunikation im beruflichen Umfeld, vor allem in männlich dominierten Branchen. Wichtig sei ein sachliches und lösungsorientiertes Auftreten und das Abstecken von Grenzen in der Kommunikation mit dem Gegenüber, so betonten die Referentinnen.

 


Das MINT-Kolleg Baden-Württemberg organisiert den Kaminabend für MINT-Studentinnen jeweils im Wintersemester. Ziel der Veranstaltung ist es, durch Impulsvorträge von Frauen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Industrie weibliche Rollenmodelle in den Technik- und Naturwissenschaften zu vermitteln.